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P a r t e i p o l i t i k   /   S t a a t s p o l i t i k

Anforderungsprofile?   Personalauswahl?   Qualitätssicherung?

Staatspolitik gehört zu den anspruchsvollsten, herausforderndsten, Ressourcen-zehrendsten & folgenschwersten (im Guten wie im Schlechten) Aufgaben - zugleich aber auch (zumindest für gewisse Personen) zu den attraktivsten (reizvollsten, interessantesten, begehrenswertesten), geilsten (!) Jobs.
Nicht zuletzt aus diesen Gründen ist es uns Menschen - trotz Intelligenz, großen Fähigkeiten & großartigen Errungenschaften - seit jeher (fast) nie gelungen, unsere kollektiven (politischen) Führungskräfte so auszuwählen & zu kontrollieren, dass sie unsere Gemeinschaften (Regionen, Länder, Staaten ...) optimal in unserem Sinne & zu unserem Wohl organisieren, administrieren, regulieren, regieren.
Die politischen Realitäten ziehen sich leider wie ein blutroter Faden durch die Menschheitsgeschichte ... 'Der Mensch mit Eigenschaften'

Warum ist das so?

Es geht nie um die Sache, es geht immer um Befindlichkeiten.

1. Der 'normale' Mensch strebt aufgrund seiner weitgehend angeborenen Bedürfnis-Struktur nicht nur nach Existenzsicherung, Schutz, Ordnung, Vorsorge, Annehmlichkeiten, Beziehungen, Zuwendung, Liebe, Leistung, Wertschätzung, Anerkennung, Selbstverwirklichung, sondern auch nach Bedeutung, Einfluss, Macht & neigt zu korruptoidem Verhalten (das liegt in der Natur der Lebewesen) ... die moderne Psychoneuronalogie

2. Bestimmte 'anormale' Menschen streben aufgrund von leidvollen Belastungs- & Defizit-Erfahrungen in einem sehr viel höherem Ausmaß nach Befriedigung dieser menschlichen Bedürfnisse - z.B. nach übersteigerter Zuwendung, Leistung, Anerkennung, Bedeutung, Bewunderung, Kontrolle, Rechthaberei, Dominanz, Macht, nach großem Vermögen, nach Luxus, Ruhm & neigen, um ihre Sehnsüchte zu stillen, zu korruptem (nicht selten auch zu kriminellem) Verhalten.
Sie sind so, sie meinen es (oft) nicht böse, sie können (oft) nicht anders.
Opfer der Vergangenheit als Täter der Gegenwart ... Putin & Co

3. Die Umstände haben zudem mehr oder weniger Einfluss auf die Bedürfnis-Stärke & auf die Möglichkeiten, die Bedürfnisse befriedigen zu können. Bestimmte Umfelder, Gepflogenheiten, Kulturen & Dynamiken fördern oder hemmen das Ausleben menschlicher Begehren.

4. Korruption - menschliche Eigenschaften + Umstände
Psycho-soziale Definition der Korruption: Machtmissbrauch zur Generierung individueller / kollektiver Vorteile zum Nachteil anderer.
Ein Parteipolitiker, der seine staatspolitischen Möglichkeiten (als Abgeordneter, Regierungsmitglied oder gar Regierungschef) dazu gebraucht, um parteipolitische Vorteile zu erzielen, wandelt schon hart an der Grenze zum korrupten Tun ...
Korruption steckt in unseren Genen ... Der korrupte Mensch ...

5. Fast alle politischen Systeme weltweit fördern die Aktivierung & das Ausleben vor allem der dunklen Begierden. Netzwerke (wie politische Parteien), Freunderlwirtschaft, Abhängigkeiten, Machtfülle, Geldmittel, individuelle & kollektive Interessen, Ideologismus, Populismus, Diffamierungs-Rhetorik, Demagogie, Polarisierung, Korruption, Kontrolldefizite, sehr spezielle Personalauswahlverfahren & Wahlmodalitäten machen es sehr schwer, dass hohe staatspolitische Ämter mit wirklich geeigneten Personen besetzt werden können. 
Antriebsstarke (narzisstoide oder gar narzisstische) Persönlichkeiten, clevere Netzwerker, nützliche Freunderl oder loyale Parteifunktionäre kommen deutlich eher in die Parlamente & Regierungen als weitgehend unabhängige, menschlich & fachlich hochqualifizierte Menschen.

6. Segen & Fluch demokratischer Wahlen: 'Demokratie ist das schlechteste aller Politik-Systeme, aber es gibt keine besseren.'
Dass die Bürgerinnen & Bürger politische Parteien, Abgeordente, die Gesetzgebung & indirekt die Regierung wählen können, ist großartig.
Dass sich die Kandidatinnen & Kandidaten, um Wahlen zu gewinnen, mehr oder weniger populistisch, demagogisch & nicht selten korruptoid verhalten (müssen), ist hochproblematisch. Und dass nicht nur unmittelbar vor Wahlen Wahlkampf betrieben wird, sondern de facto permanent, macht eine sachliche, konstruktive, optimale Staatspolitik fast unmöglich. 

Überall dort, wo wenig geeignete, ungeeignete, psychisch problematische (narzisstoide / narzisstische, psychopathoide / psychopathische), autokratische, despotische Politiker das Sagen haben, geht es dem Land & den Menschen im besseren Fall nicht gut, im schlimmeren Fall sehr schlecht.
Suboptimale Zustände, Missstände, Armut, Konflikte, Korruption, Willkür, Krisen oder gar Gewalt, Terror, Chaos, Kriege sind die leidvollen & kostspieligen Auswirkungen.

In Österreich geht es uns vergleichsweise noch ganz gut.
Aber es gibt eine Reihe von schwerwiegenden Baustellen, Missständen & Fehlentwicklungen: Bildungs-, Gesundheits-, Kranken-, Pensions-, Migrations-, Integrations-, Steuer-, Geldverschwendungs-, Diffamierungs-System ... strukturelle Korruption ... laut Produktivitätsbericht 2023 droht ein langsameres Produktivitätswachstum aufgrund von schwächelndem Humankapital, Mankos im ökologischen & digitalen Umbau der Wirtschaft, im Bildungs-, Qualifikations- & Gesundheitsbereich, in der Mobilisierung des Arbeitskräftepotenzials ...
Die große Problematik: wir verlieren sukessive an Boden, wir gehören nicht mehr zu den Besten, wir sind bestenfalls nur noch Durchschnit, Tendenz weiter fallend (Teuerung, Inflation, Abhängigkeiten ...).
Laut einer Analyse des Institus Agenda Austria wird Ende 2024 das BIP nach aktuellsten Prognosen um 1,7 Prozentpunkte unter das Niveau von 2019 gesunken sein. Das bedeutet: letzter Platz in der gesamten EU. Bürgerinnen und Bürger leiden unter einer Spitzeninflation und einem wachsenden Staatsdefizit. Das Krisenmanagement in den Corona-Jahren war anscheinend doch nicht so gut, wie Regierungsvertreter meinen.
"Österreich ist abgesandelt", sagte schon im Jahre 2013 Wirtschafts-kammerpräsident Christoph Leitl - wohl noch mit einem Augenzwinkern.
'Österreich galt vor zehn Jahren noch als das "bessere Deutschland". Inzwischen ist es wirtschaftlich weit zurückgefallen. Schuld ist die Kultur von Klientelpolitik und Reformfeindlichkeit.' (Dez.2015, SZ)   

daher ...

vor allem für Regierungsmitglieder sehr bedeutend:

- ausgeprägte Management- & Human-Leadership-Eigenschaften &
-Fähigkeiten ... eine eher seltene Kombination

- langjährige berufliche, soziale, gesellschaftliche Erfahrungen & Erfolge

- sehr hohe Organisations-, Management-, Führungskompetenz

- sehr hohe Sozial-, Kommunikations-, Verhandlungskompetenz

- überdurchschnittliche SR-Intelligenz

- weitgehende kognitiv-emotionale Störungsfreiheit, Stabilität & Fitness

- relevante Skills wie vor allem ausgeprägte ethisch-moralische Haltung, Integrität, Autonomie, Agilität, Resilienz, Konstruktivität, Effizienz, ausgeprägter Gemeinschaftssinn ...

- sehr gute Fremdsprachen-Kenntnisse - Heimatsprache, Englisch ...

- sehr hohe Fachkompetenzen je nach Funktion

- weitgehende Unabhängigkeit & Freiheit

die Folge ...

deutlich höhere Produktivität:
weniger Input
- Ressourcen, Energie, Zeit, Geld ...  +
mehr Output
  - Wertschöpfung, Erfolge für das Land, die BürgerInnen ...

entsprechende Auswahl-Modalitäten wären dringend vonnöten:

- Die Politik (+ Einflussbereich) ist (fast) die einzige Branche, in der weder relevante Anforderungsprofile für die Funktionen & Positionen zur Anwendung kommen noch umfassende Bewerbungs- und qualitative Auswahlverfahren bestehen.
Die Folgen: wenig geeignete bis völlig ungeeignete Politiker
Zudem: Wer lange Zeit an der Macht ist, kann leicht am Hybris-Syndrom 'erkranken'. Narzisstische Selbstbezogenheit, eingebildete Kongruenz von eigenen Interessen und Staatsinteressen, Realitätsverlust, Isolation (Ex-Außenminister & Neurologe David Owen)

  objektive Evaluierung der menschlichen, fachlichen, politischen ... Kompetenzen + moderne Auswahlverfahren

für die Politik als Hochrisikobereich sehr essentiell:

- Staatspolitik ist ein Hochrisikobereich ähnlich wie die Flug-, Chemie- oder Atomindustrie. Fehlentscheidungen, Vorfälle & Unfälle in der Politik sind mindestens so dramatisch und folgenschwer wie in diesen High-Risk-Branchen. Es kann zu weitreichenden Worstcase-Szenarien kommen:
Fehler - Fehlentwicklungen - Infektionsausbreitung in untergeordnete Bereiche - Schieflagen - Missstände - Konflikte - Krisen ... Crash

ein professionelles Fehler-Management

eine wirkungsvolle Qualitäts-Sicherung

ein reformiertes politisches System

Parteipolitik
Es gibt aktuell keine wirklich realistischen Alternativen zum System der Parteipolitik. Eine sukzessive Entwicklung von alternativen Systemen erscheint aber aus genannten Gründen dringend notwendig.

-- Erneuerung: Beschränkung der Funktions-Perioden – Eindämmung der negativen Netzwerk-Effekte (Freunderlwirtschaft, individuelle & kollektive Abgehobenheit, Interessen-Befriedigung, Geldverschwendung, Machtmissbrauch, Machtkämpfe, Entfremdung, Sesselkleberei …)

-- Geeignetheit: für wesentliche parteipolitische Funktionen & Positionen - Fachkompetenzen, Sprachkompetenzen, Skills ...

-- Offenheit: möglichste offene & objektive Aufnahmeverfahren

-- Vielfalt: Berücksichtigung möglichst aller Gruppen, Interessen, Bedürfnisse, Notwendigkeiten ...

-- Personal-Qualitätssicherung: Auswahl der geeignetsten Interessenten, Bewerber / permanente Weiterentwicklung & -bildung – politisch, fachlich, persönlich ...

-- Durchlässigkeit: freiere Wege für geeigneten Personen in verantwortungsvolle Funktionen & Positionen

-- Unabhängigkeit: die Abhängigkeiten auflösen – von Institutionen, Unternehmen, Kammern, Bünden, Reichen & Mächtigen …

-- Partei-Demokratie: Teilnahme-, Mitsprache-, Entscheidungs-möglichkeiten

-- Organisations-Qualitätssicherung: Compliance - Regeln, Transparenz, Rechenschaftsplicht, Konsequenzen ...

Staatspolitik

1. Bürger-Beteiligung: Erhebung & Berücksichtigung der BürgerInnen-Meinungen, -Bedürfnisse-, -Wünsche, -Probleme zu wesentlichen Themen - in der Schweiz funktioniert das recht gut

2. Experten-Beteiligung: Beauftragung & Berücksichtigung von Expertisen

3. Politiker – umfassende Kommunikation mit allen Beteiligten & Betroffenen, Analyse des Ist-Zustands, Entwurf des Soll-Zustands, Definition der wünschenswerten Ziele, Bestimmung der möglichen Maßnahmen ...  Entscheidungsfindung ... Umsetzung

-- Anständigkeit & Professionalität: menschlich & fachlich geeignete StaatspolitikerInnen

-- Transparenz: Offenlegung, Veröffentlichung sämtlicher Informationen - Prozesse, Entwicklungen, Ergebnisse …

-- Effizienz & Produktivität: möglichst geringer Aufwand (Geld, Personal, Zeit …), möglichst hoher Output

-- Ein faireres Wahlsystem?!  Listen-Verhältnis-Wahlsystem + Vorzugsstimmen-Wahlsystem: Liste (Partei) / KandidatIn erhält einen Prozentteil von 100

-- Qualitätssicherung & Fehlermanagement: Compliance – Regelwerk + Konsequenzen-Katalog, Akzeptanz, Transparenz, Rechenschaftsplicht, Konsequenzen

Bestimmte Gruppe / Persönlichkeiten sind / wären sicherlich in der Lage dazu, ein solches neues politisches System zu entwerfen, zu initiieren & auch zu verwirklichen.
Ob wir Menschen als staatliche Gemeinschaft jemals in der Lage sein werden, eine derartige Erneuerung & Veränderung anzunehmen, mitzutragen, umzusetzen & vor allem nachhaltig gegen die verschiedensten Angriffe abzusichern, ist die Frage. 

Diesbezügliche Umfragen (2013, 2016, 2019, eine laufende) lassen jedenfalls hoffen: Die große Mehrheit der Bürgerinnen & Bürger wünschst sich geeignete PolitikerInnen + die dafür notwendigen Verfahren.

Vielleicht übernimmt ja auch eines Tages die Künstliche Intelligenz die Aufgaben der Politik.

 Für ChatGPT sind folgende Eigenschaften wichtig für Politiker:
"Es gibt viele wichtige Eigenschaften, die Politiker haben sollten, um erfolgreich zu sein und die Bedürfnisse ihrer Wähler zu erfüllen. Hier sind einige der wichtigsten Eigenschaften von Politikern:
Integrität
und Ehrlichkeit: Ein Politiker sollte sich an ethische Standards halten, offen und transparent sein und keine Korruption oder Verhaltensweisen aufweisen, die das Vertrauen der Bürger in die Politik beeinträchtigen könnten.
Fähigkeit zur
Zusammenarbeit: Ein Politiker sollte in der Lage sein, mit anderen politischen Akteuren zusammenzuarbeiten, um politische Entscheidungen zu treffen und effektive politische Maßnahmen umzusetzen.
Leadership-Fähigkeiten: Ein Politiker sollte eine klare Vision haben und in der Lage sein, andere in der Umsetzung dieser Vision zu führen.
Empathie: Ein Politiker sollte in der Lage sein, sich in die Bedürfnisse und Anliegen der Wähler hineinzuversetzen und ihnen zuhören.
Kommunikationsfähigkeiten: Ein Politiker sollte in der Lage sein, seine Ideen und Politikvorschläge klar und verständlich zu kommunizieren und in der Lage sein, die Bedeutung und Auswirkungen von Entscheidungen zu erklären.
Flexibilität: Ein Politiker sollte in der Lage sein, auf Veränderungen und Herausforderungen zu reagieren und seine Ansätze und Strategien gegebenenfalls anzupassen.
Kenntnisse und Erfahrungen
: Ein Politiker sollte über das notwendige Wissen und die Fähigkeiten verfügen, um effektive politische Maßnahmen und Gesetze zu entwickeln und umzusetzen.
Diese Eigenschaften sind jedoch nicht abschließend, da die Anforderungen an Politiker je nach politischem Kontext und Anforderungen variieren können."

ChatGPT - Eigenschaften schlechter Politiker:
Schlechte Politiker können verschiedene Eigenschaften und Verhaltensweisen aufweisen, die ihre Fähigkeit zur effektiven und verantwortungsvollen Ausübung ihres Amtes beeinträchtigen. Hier sind einige häufige Merkmale schlechter Politiker:
Inkompetenz: Schlechte Politiker können unzureichende Fachkenntnisse oder Qualifikationen für ihre Position haben und sind möglicherweise nicht in der Lage, die komplexen Probleme, mit denen sie konfrontiert sind, angemessen zu bewältigen.
Mangelnde Transparenz: Sie könnten Informationen vor der Öffentlichkeit verbergen oder undurchsichtige Praktiken anwenden, um ihre Handlungen zu verbergen.
Korruption: Korruption ist ein schwerwiegender Mangel an Integrität und Moral in der Politik. Schlechte Politiker können sich in Bestechung, Amtsmissbrauch oder anderen unethischen Aktivitäten engagieren.
Egoismus: Schlechte Politiker könnten sich mehr um ihre eigenen Interessen und ihren persönlichen Ruhm kümmern als um das Wohl der Bevölkerung, die sie vertreten sollen.
Parteilichkeit: Sie könnten Parteipolitik über das Wohl des Landes stellen und sich weigern, mit Vertretern anderer politischer Lager zusammenzuarbeiten.
Ineffektivität: Schlechte Politiker könnten Schwierigkeiten haben, politische Ziele zu erreichen und politische Initiativen umzusetzen.
Fehlende Empathie: Sie könnten Schwierigkeiten haben, sich in die Bedürfnisse und Anliegen der Bürger hineinzuversetzen, die sie vertreten.
Inflexibilität: Schlechte Politiker könnten unflexibel sein und sich weigern, auf veränderte Umstände oder die Meinungen der Bürger zu reagieren.
Populismus: Sie könnten populistische Rhetorik verwenden, um kurzfristige politische Gewinne zu erzielen, ohne langfristige Lösungen anzubieten.
Unethisches Verhalten: Schlechte Politiker könnten sich in unethischem oder gesetzeswidrigem Verhalten engagieren, das ihren Ruf und das Ansehen ihres Amtes schädigt.

  Weiteres auf Anfrage